Yamaha Ténéré 900 mit CP3-Dreizylinder?

Ténéré 900 in Vorbereitung?

Seit Jahren brodelt die Gerüchteküche, jetzt scheint es ernst zu werden: Yamaha arbeitet mit Hochdruck an einer Ténéré 900 – einer großen Reiseenduro, die das legendäre Ténéré-Erbe auf ein neues Leistungsniveau heben soll. Für viele Fans ist sie das fehlende Puzzlestück im Modellprogramm der Japaner.

Erfolgsgeschichte Ténéré 700 – und der Wunsch nach mehr

Die Yamaha Ténéré 700 ist längst mehr als nur ein Verkaufsschlager. Sie steht für echte Abenteuerlust, für Freiheit abseits des Asphalts und für ein Motorrad, das sich nicht hinter Elektronik-Menüs versteckt. Genau diese ehrliche, robuste Art machte sie weltweit so beliebt – auch in Deutschland, wo sie zu den meistverkauften Yamaha-Modellen zählt.

Doch mit dem Erfolg wuchs auch der Wunsch vieler Fahrer: mehr Leistung, mehr Drehmoment, mehr Reserven für lange Reisen. Der CP2-Zweizylinder mit 689 Kubikzentimetern überzeugt zwar durch Zuverlässigkeit und Charakter, basiert jedoch technisch auf dem größeren CP3-Dreizylinder – und genau dieser Motor könnte nun den nächsten Schritt markieren.

Yamaha CP3-Triple Motor für die Tenere 900

Yamaha CP3-Triple Motor für eine künftige Tenere 900?

Warum eine Ténéré 900 für Yamaha logisch ist

Ein Blick auf das aktuelle Yamaha-Portfolio zeigt ein klares Konzept: Fast jedes Zweizylinder-Modell besitzt ein stärkeres Pendant mit CP3-Dreizylinder. Tracer, MT, XSR oder R-Serie – überall nutzt Yamaha die modulare Plattformstrategie. Nur die Ténéré blieb bislang außen vor.

Dass diese Lücke geschlossen werden soll, bestätigte indirekt auch Clément Villet, verantwortlich für den europäischen Motorradmarkt bei Yamaha. Seine Aussagen lassen keinen Zweifel daran, dass man intern intensiv daran arbeitet, die Modellhierarchie bei den Reiseenduros zu vervollständigen.

CP3-Triple in der Reiseenduro: Mehr Druck, mehr Emotion

Hinter den Kulissen ist die Entscheidung offenbar längst gefallen: Der 119 PS starke CP3-Motor, bekannt aus MT-09, Tracer 9 und XSR 900, soll künftig auch eine Ténéré antreiben. Nach Informationen aus gut informierten Kreisen läuft die Entwicklung der Yamaha Ténéré 900 bereits seit mehreren Jahren.

Der Grund für die lange Entwicklungszeit liegt im Anspruch der Marke. Yamaha will keine aufgeblasene 700er, sondern eine echte große Adventure-Enduro, die auch abseits befestigter Straßen überzeugt. Dafür sind umfangreiche Anpassungen an Rahmen, Fahrwerk und Gewichtsverteilung notwendig.

Härtetests weltweit – auch im Gelände

Aktuell sollen mehrere Prototypen weltweit auf Herz und Nieren geprüft werden. Ob Schotterpisten, Hitze, Kälte oder Langstrecke – die Ténéré 900 muss beweisen, dass sie den Namen verdient. Trotz höherem Gewicht soll sie ihre Offroad-DNA behalten.

Entscheidend dafür sind klassische Enduro-Merkmale: 21-Zoll-Vorderrad, 18-Zoll-Hinterrad, lange Federwege und echte Geländetauglichkeit. Yamaha weiß: Ohne diese Eckdaten würde die Glaubwürdigkeit der Ténéré leiden – und genau das will man vermeiden.

Marktstart frühestens 2027?

Ein offizieller Präsentationstermin steht noch aus. Branchenkenner halten jedoch eine Vorstellung zur Saison 2027 für realistisch. Die Ténéré 900 wäre dann nicht nur eine der wichtigsten Neuheiten der Marke, sondern auch das neue Topmodell im Adventure-Segment, nachdem die XT 1200 Z Super Ténéré seit Jahren nicht mehr angeboten wird.
Eines ist sicher: Wenn die Yamaha Ténéré 900 kommt, dann nicht leise. Sie dürfte Leistung, Abenteuerlust und Emotion vereinen – und für viele Motorradfahrer genau das sein, worauf sie lange gewartet haben.

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