Vom Unsinn der Motorrad-Fahrverbote und Lärmbegrenzungen
Vorweg: Wir sind gegen unötigen bzw. starken Lärm und haben Verständnis für Anwohner in stark frequentierten Regionen. Motorrad-Fahrverbote sind und können aber keine Lösung des Problems sein.
Nach der Corona-Quarantäne hat die Motorradsaison in Deutschland endlich wieder begonnen. Doch nun hat die Motorradbranche mit einem weiteren Problem zu kämpfen. Der deutsche Bundesrat möchte drastische Schritte gegen den Motorradlärm setzen und Fahrverbote sowie Lärmgrenzen einführen. Motorradfahrer sind empört und finden die Beschlüsse abstrus.
Lärmbegrenzung auf 80 Dezibel
Besonders am Wochenende und bei schönem Wetter sind Deutschlands Biker vermehrt auf den Straßen unterwegs, um kurvenreiche und landschaftlich reizvolle Strecken zu absolvieren. Doch leider hört man immer wieder Beschwerden von Bewohnern ländlicher Gebiete, die den Motorradlärm als Terror empfinden.
Die Länder drohen nun mit Fahrverboten an Wochenenden und weiteren Maßnahmen speziell gegen Motorradfahrer. So soll unter anderem die Geräuschemission von Neufahrzeugen künftig auf maximal 80 Dezibel begrenzt werden. Die VAGM (Vereinigte Arbeitskreise gegen Motorradlärm) behaupten, dass etwa 30 Prozent der Motorradfahrer durch „massive Lärmentwicklung“ auffallen würden. Dafür gibt es aber keine Daten, die dies bestätigen.
Diskriminierung der Motorradfahrer
Der Bundesverband der Motorradfahrer (BVDM) sieht in den geplanten Regelungen eine klare Diskriminierung. Verkehrslärm stellt zweifelsohne ein Problem dar, dies betrifft jedoch nicht nur Motorräder. Auch bei den Autofahrern gibt es viele schwarze Schafe, die durch Lärm und illegale Straßenrennen auffallen. Wenn, dann sollte also gleiches Recht für alle gelten.
Auswirkungen auf Handel und Tourismus
Motorradfahrer sind ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor, wenn man sich die Ausgaben für Motorrad, Zubehör und bei Ausflügen ansieht. Dies betrifft zum Beispiel Motorradkleidung, Actioncams, Cafés, Tankstellen, Hotels und Campingplätze. Millionen von Euros werden jedes Jahr im Handel und in der Tourismusbranche allein durch Motorradfahrer eingenommen.
Mit den Fahrverboten würde also auch ein beträchtlicher wirtschaftlicher Schaden entstehen. Große Harley-Davidson-Treffen wie am Faaker See in Österreich sind durch Fahrverbote und Lärmbegrenzungen gefährdet.
Petitionen gegen die Verbote
Der Widerstand gegen die geplanten Maßnahmen ist sehr groß. So gibt es viele Online-Petitionen, die sich gegen die Fahrverbote aussprechen. Hier sind sich alle Biker einig – Verbote kann und darf es einfach nicht geben! Der Bundesrat sollte mehr Vertrauen in Motorradfahrer haben und vor allem sollte es eine Gleichberechtigung geben. Die Fokussierung allein auf Motorräder ist unverständlich und diskriminierend.
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